01. Standort

Bei der östlichen Lippe-Insel handelt es sich um ein Grundstück in absolut bester Lage in Lippstadt. Nur wenige Gehminuten vom Marktplatz entfernt und dennoch insbesondere in der Ostlage direkt am sogenannten grünen Winkel gelegen. Das Grundstück mit mehr als 8.000 m² verbindet damit die Vorteile der Innenstadt-Nähe mit der Anbindung an die Naherholungsgebiete.

Derzeit wird das Grundstück gewerblich im Wesentlichen durch das Verteilungszentrum der örtlichen Post, dem Bürger-Postamt und einigen gewerblich vermieteten Flächen genutzt.

Für die Stadt selbst ist die Nutzung durch die Post sowohl aus planerischen wie aus faktischen Gründen nicht ideal, da insbesondere der Postanlieferungsverkehr durch Lastwagen erfolgt und die Zuführung nur durch die Innenstadt möglich ist.

Das gesamte Gelände ist entweder bebaut oder mehr oder weniger zubetoniert. Nur am Rande befinden sich einige Grünflächen. Der derzeitige Zustand ist unansehnlich, für die Post letztlich wenig attraktiv und im Bewusstsein der Bürger eine bauliche, seit Jahren bestehende Fehlentwicklung.

Nach vielen Jahren der Fehlnutzung besteht heute ein grundsätzliches Interesse, die Nutzung dieses hervorragenden Grundstücks jetzt zu überplanen und einer sinnvolleren, gestalterisch zukunftsorientierten Nutzung zuzuführen.

02. Umfeld

Das Grundstück selbst liegt am östlichen Rand einer sich im Norden der Innenstadt von Ost nach West hinziehenden Insel. Auf dieser Insel befinden sich diverse Schulen, das städtische Theater und ein Hotel sowie Parkplätze und unterschiedliche Grünflächen. Im westlichen Bereich der Insel liegt das Sport-Leistungszentrum für Kanuten.

Zusätzlich sind auf der Insel einige Wohnbauten und Eigentumshäuser.

Südlich der Insel befindet sich eine weitere Insel auf der ein aus der vorletzten Jahrhunderthälfte stammende Gebäude, der sogenannte Tivoli liegt. Dieses Gebäude wird durch Gastronomie, einen Biergarten und durch diverse gewerbliche Objekte, Praxen etc. genutzt.

03. Erste Planungsansätze

Im vergangenen Sommer entwickelten Architekten und Investoren die Idee, die östliche Lippeinsel mit einem „Schiff“ zu bebauen, in dem für alle Bevölkerungsgruppen Wohnraum geschaffen wird. Die vorgelegte Planung ist außergewöhnlich, futuristisch und neuartig. Dennoch wurde sie zunächst von der Verwaltung, der Politik und den Bürgern positiv aufgenommen, wie sich dem Pressespiegel entnehmen lässt.

 Die Idee des Schiffts ist aufgrund der Lage des Grundstücks und dessen Form naheliegend. Sie ermöglicht es zudem, für die Bewohner einen „geschützten Bereich“ im Inneren zu schaffen, in dem Jung und Alt zusammenleben können. Die Attraktion der Altstadt würde durch modernes urbanes Wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft aufgewertet werden. Die Insel würde zu einer besonderen Attraktion aufgewertet und belebt werden. Spaziergänger würden über die aufgewerteten Promenaden rings um das Gebäude wieder über die beiden Brücken in den „Grünen Winkel“ gelangen. Die Lippeinsel stände wieder den Lippstädter Bürgern zur Verfügung.

Für mehr Informationen zum ersten Planungsansatz klicken Sie bitte HIER

04. überarbeitete Planung

Zwischenzeitlich wurden verwaltungsseits ebenfalls verschiedene Lageplankonzepte erarbeitet, die letztlich aber vom Fachausschuss ebenfalls nicht akzeptiert wurden.

Obwohl der erste Planungsansatz unter der Bezeichnung „Wohnschiff“ große Zustimmung in der Bevölkerung und bei einigen Fachplanern fand, wollte sowohl die Politik, wie auch die Verwaltung, dieser Idee nicht folgen.

Quartier Lippeinsel
So wurde unter neuem Namen die Überplanung des Grundstückes anders ausgerichtet und durch ein umfangreiches Wegenetz transparent gemacht. Stichworte: Inselpassage, Kunstallee und gläserne Galerie.
Jetzt gibt es Blickbeziehungen durch die neue Planung in alle Richtungen in und aus dem grünen Winkel.
Wir haben 8 Gebäude, die sich geschossweise nach oben verjüngen, entsprechend der Grundstücksform angepasst.
Die Nutzung soll nach wie vor, wie schon früher festgelegt, beibehalten werden. 
Somit kommen nötige Parkplätze in eine Tiefgarage.
Die Flachdachflächen werden begrünt, die aus Darstellungsgründen zeichnerisch weiß gehalten wurden. 
Die getreppten Geschosse sollen eingegrünte Brüstung erhalten.
Am Lippertor ist ein großer begrünter Platz vorgesehen.
Auch die Idee – der Lage geschuldet – hier eine besondere Architektur an dieser Stelle umzusetzen, wurde bislang nicht aufgegeben.